Camping, Fliegenvorhänge und reines Bewusstsein

Das Verhältnis wie unser ewiges, reines  Bewusstsein zu unserem Denken und zu unserem Verstand steht, lässt sich gut in einem Bild darstellen. Campingplatz in Bibione! Kennen Sie diese Perlenvorhänge, die verhindern sollen, dass die Fliegen in´s Zelt kommen? Sie bestehen  aus einer Leiste, an der lange Schnüre hängen, an denen Glasperlen aufgefädelt sind. Meist sind diese Schnüre in Bewegung:. Ein Heidendurcheinander bis hin zu echt üblen Knoten, über die man dann schon mal stolpert.
Wenn aber alle Schnüre ruhig neben einander hängen, ergeben die einzelnen Perlen ein bestimmtes Bild, das genau erkennbar ist . Wenn die Schnüre nebeneinander hängen, erkennt man nichts, rein gar nichts von dem Raum dahinter, man sieht nur das Bild, und man ahnt, dass es diesen Raum dahinter gibt.
Unsere Gedanken, Glaubensmuster und Überzeugungen sind wie diese Schnüre des Vorhangs. Zusammengenommen ergeben sie ein Bild, das wir uns von unserer Welt machen. Und dieses Bild halten wir für die „absolute Realität“. Der Raum dahinter und der Raum zwischen den Schnüren, ist das was wir reines oder ewiges Bewusstsein nennen. Und wie kommen wir dort hin?
In den Raum zwischen zwei unserer Gedanken? Normalerweise nehmen wir  da gar keinen Raum wahr, weil wir ja ständig denken, also einen Gedanken an den anderen fädeln und noch glauben, dass ist unsere „echte Realität“.Das hört sich in etwa so an:
„Da muss ich mich einfach nur noch mehr anstrengen, dann krieg ich den Job schon, das wäre doch gelacht, wenn ich die nicht austricksen kann, und mir eine bessere Position erarbeite. Hat schon mein Großvater gesagt: Ohne Fleiß kein Preis!  Ich fang jetzt täglich um 8.00 Uhr an und geh abends ins Fitness-Studio für eine bessere körperliche Konstitution. Wenn ich meine  Zeit besser plane, krieg ich auch viel mehr auf die Reihe. Ich muss gut sein! Ich muss besser sein! Ach was, ich muss perfekt sein! Dann steht mir die Welt offen.“

Schauen wir mal auf die Gedankenmuster und Überzeugungen dieses Denkenden.
Ein besserer Job ist mit Anstrengung, Konkurrenz und Kampf verbunden. Den wollen noch andere, die muss ich ausstechen. Da muss ich besser sein. Und dafür muss ich viel mehr investieren an Zeit, Engagement und Vorbereitung. Wenn ich perfekte Leistung bringe, dann spiel ich mit im Spiel der Gewinner. Kurz: Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Wenn ich gewinnen will, müssen andere eben verlieren. Entweder Du oder Ich. Das ergibt dann auf unserem Perlenschnurvorhang ein Bild, das mit Anstrengungs-, Konkurrenz und Kampfpinsel gemalt ist. Und unser Denkender legt schon mal die klappernde Rüstung an und nimmt das klirrende Schwert auf. Die Gefühle, die tiefer liegen und dazu gehören könnten: Ich bin nur dann okay, wenn ich besondere Leistungen bringe. Ich muss beweisen, wie gut ich bin. So wie ich bin, bin ich nichts wert. Ich will, dass es besser wird. So wie es ist, ist es nicht gut genug. Damit es besser wird, muss ich machen, machen, machen…. Auch das ist ein Bewusstseins-Zustand: das Bewusstsein von Kampf und besser sein müssen.

Ein Bewusstsein von einem Meister, der übt, springt häufig zwischen beiden Ebenen hin-und her. Er kann sein eigenes Gedankenkarusell beobachte:  „Ich muss beweisen, wie gut ich bin!
Und er kann es anhalten: “ Ich muss nichts beweisen, ich bin okay, so wie ich bin!“
Er identifiziert seine Ängste: Was passiert eigentlich, wenn ich versage, den Job nicht kriege, bin ich dann auch noch okay? Er nimmt negative Gefühle an, und verdrängt sie nicht: „Auch wenn ich diese Ängste grade habe, bin ich vollkommen okay, so wie ich bin. Ein Meister, der übt, hat mindestens einmal erlebt, wie sich die Ängste vollkommen auflösen, wenn er seine Aufmerksamkeit darauf legt, und dieses Gefühl nur beobachtet ohne es zu bewerten und verändern zu wollen „Sei mir willkommen, ich gebe Dir Raum, ich beobachte!. Und ein Meister, der übt, kennt das unglaubliche Gefühl, dass sich danach einstellt, wenn die Angst von alleine verschwunden ist, wenn er sie nur lange genug beobachtet hat. Frieden, Stille, Liebe, Ruhe, das alles sind Wohlgefühle und sie sind die Sprache unseres unendlichen Bewusssteins. Es ist das Spürbare zwischen den Gedankenschnüren. Es ist das, was ist, wenn sich das Göttliche einstellt. Oder anders ausgedrückt, wenn wir in unser reines Bewusstsein kommen

Ein Denkender der mit seinem ewigen, reinen Bewusstsein identifiziert ist, ist Meister seiner Realität geworden, er weiß, dass er Schöpfer seiner Welt ist, Er erkennt sie als eine Illusion, als eine Schöpfung seiner eigenen Gedanken. Und wenn ihm eine seiner Schöpfungen nicht gefällt, also wenn er sich mal „verschöpft“ hat, dann weiß er, dass er die Freiheit hat, neu zu schöpfen. Und er kann sich in die Unendlichkeit des eigenen Seins fallen lassen. Er ist sich bewusst, dass er viel mehr weniger machen muss, dass er mehr lassen muss, oder besser dass er nur sein braucht. Er ist sich bewusst, dass der Eintritt in den Raum des Friedens, am Ende eines Gedankens liegt. In die Entspannung in die Ruhe hinein. Er führt den Zustand der Wohlgefühle bewusst herbei.  Er weiß, wenn er mit seinem Bewusstsein, eine Möglichkeit aus dem Meer der unendlichen Möglichkeiten auswählt und diese beobachtet, sie zwingend in seine Realität tritt

Er ist sich bewusst, dass er immer nur sich selbst begegnet, und mit allem was existiert verbunden ist. Weil alles, so wie er göttlicher Impuls ist, der geradeseine Realität  schöpft
Er will keinen anderen, besseren Zustand, weil es nichts zu verbessern gibt, Weil alles zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort, der vollkommenen göttlichen Ordnung folgt. Ihm ist bewusst, dass er in jedem Moment, ein Teil der göttlichen Ordnung ist, und somit vollkommen ist. Und ihm ist bewusst, dass sich, wenn er Teil der göttlichen Ordnung ist, alles um ihn herum automatisch wieder in die göttliche Ordnung zurück begibt und sein Bewussstsein spiegelt. Er ist kein Heiler, er ist kein Impulsgeber, er muss nicht machen, er ist sich nur seiner eigenen Göttlichkeit bewusst.
Das reicht vollkommen!

 

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