Inneres Team – der Zunichtemacher

Der Zunichtemacher

Da sind wir gerade mal ungefähr 3 Jahre alt, da entwickelt sich in unserem inneren Team ein „Zunichtemacher“. Er entsteht immer aus einer Wechselbeziehung zu einem anderen Menschen. Er hat höllischen Spaß daran, die gerade gebackenen Sandkuchen wieder einzureißen, absichtlich kaputt zu machen. Sein Motiv liegt irgendwo auf einer Skala zwischen Schuld und Rache. Der innere Rächer sagt: „Jetzt siehst Du, was Du davon hast, ich bestrafe Dich damit, dass ich alles verliere. Dann leide nicht nur ich, dann leidest auch Du. Der Schuldige sagt: Große Sandburgen, die wie Schlösser aussehen, stehen dir nicht zu, weil du schuldig bist. Wer bist Du denn schon, dass Du so etwas wirklich verdient hättest?“

Und sein Zerstörungs-Werk

Im Sandkasten ist das nicht wirklich schlimm. Dramatischer wird es erst später. Wenn der Zunichtemacher größer geworden ist und seine eigene Überzeugung schon öfter bestätigt bekommen hat. Wenn er in der beruflichen Laufbahn, im Leben oder in unseren Beziehungen zuschlägt. Wenn alles zusammenbricht, was wir uns mit viel Zeit, Mühe und Arbeit aufgebaut haben. Diese zugegebenermaßen recht primitive Abwehrreaktion dieses Anteils kann eine dramatische Zerstörungs-Wirkung in unserem Leben entwickeln. Der Zunichtemacher ist umso größer je tiefgreifender wir einen Missbrauch körperlicher, seelischer oder geistiger Natur erlebt haben. Und je tiefer unsere Überzeugung von eigener Schild istr. Eine Klientin hat es mal in einem wunderbaren Bild so ausgedrückt: „Ich fahre ein Formel-Eins Rennen und bin viel schneller als die anderen und in der letzten Kurve vor dem Ziel fahre ich an einen Baum, an den man eigentlich nicht wirklich fahren kann.“

Der Anteil des Zunichtemachers versucht mit aller Macht unsere eigene Größe zu verhindern. Nelson Mandela bringt die Angst vor unserer eigenen Größe in seiner Eröffnungsrede im Südafrikanischen Parlament 1994 auf den Punkt. Er sagt: “Unsere größte Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sein könnten. Unsere größte  Angst ist, dass wir grenzenlos mächtig sein könnten. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten. Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.”

Der Zunichtemacher lebt in den dunklen Kellern des Unbewussten, er ist ein Teil der Verschwörung gegen uns selbst, eine Abwehrstrategie gegen unsere eigene Lebensaufgabe. Und er existiert nur solange, wie kein Licht auf ihn fällt.
Schalten Sie Ihr Licht an. Ermächtigen Sie sich selbst zu ihrer eigenen Größe. Erinnern Sie sich wieder, wer sie wirklich sind. Ein Aspekt Gottes, der Schöpfer ihrer Welt!

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