Soziale Inkompetenz in sozialen Einrichtungen?

Ein Beispiel aus den letzten Wochen:

Eine junge Frau mit Missbrauchserfahrungen stellt sich Ihrer Erfahrung. Sie entscheidet sich für eine Coaching-Begleitung.
Nach einem halben Jahr gemeinsamer Arbeit ist Sie überglücklich über eine lang ersehnte Schwangerschaft mit Ihrem jetzigen Mann.
Bei Ihrem zweiten Arztbesuch erfährt Sie, dass der Embryo leider keine Herztöne hat.Ihr wird ein „Eingriff“, also ein Abbruch empfohlen.

Im Krankenhaus Pegnitz wird Sie wie ein Stück Ware durch die Formalitäten geschleust.Anstatt Ihr den Eingriff zu erklären, zu erläutern was gemacht wird, bemerkt Sie grade noch bevor sie sich nicht mehr gegen die zunehmende Mattheit wehren kann und einschläft, dass dies wohl die Spritze mit der Betäubung für die Operation gewesen sein muss.

Nachdem Sie aufwacht, klagt Sie über zunehmende Übelkeit und einen starken Drang auf die Toilette, worauf Ihr die Schwester erklärt, sie müsse nicht auf die Toilette. Auf Ihre Entgegnung, doch Sie müsse auf die Toilette, entgegnet Ihr die Schwester noch mal, nein, außerdem könne Sie ja sowieso nicht aufstehen. Das ganze passiert, während Sie in einem Rollstuhl sitzt, sie hat kein Bett.

Ihr Fazit: Egal was Sie jemals haben wird, in dieses Krankenhaus geht Sie nicht mehr.

Soziale Inkompetenz in sozialen Einrichtungen?

Können sich Krankenhäuser so einen sozial inkompetenten und dilettantischen Umgang mit Ihren Kunden leisten? Ich dachte bisher, Krankenhäuser seien seit geraumer Zeit Unternehmen, welche nach marktwirtschaftlichen Kriterien geführt werden? Hat sich noch nicht herum gesprochen, dass dazu auch der Kunde, also der Patient gehört?

Wir sprechen hier von keiner Sozialhilfeempfängerin, sondern einer potentiellen Kundin von morgen.

Also müsste doch so ein Gesundheits-Betrieb alles daran setzen, um heutige Kunden, die eben die Kunden von morgen sein werden, in menschlich, mitfühlender Weise in solchen psychischen Ernstsituationen zu begleiten, Jeder von uns weiß, das Krankheit, wie auch immer sie aussieht, eine Höchstbelastung für unser menschliches Nervenkostüm darstellen kann.

Ja, auch wir wissen bereits Bescheid, über die nicht mehr zu erfüllenden Anforderungen im Pflegebereich, über die Überstunden und Zusatzdienste von Ärzten.

Aber nur ein kleiner Satz, ein bisschen Kommunikation mit Empathie oder gar Selbstreflexion bringt Menschen näher zusammen!

Und wo anders, wäre das nötiger als dort wo Menschen wieder Kraft brauchen, um an Körper, Geist und Seele zu gesunden?

Wir bieten vom 27.-29.Februar ein 3-Tages-Seminar zum Thema „Soziale Kompetenz“ an.


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